Programm-Angebot
Die Schola kann auf jeden Wunsch eingehen und ein Programm anbieten mit Gesängen aus dem Graduale und Vesperale.
Programme aus ihrem Repertorium:
 
- "Laudes Mariae": Gesänge zur Ehre Unserer Lieben Frau
- "Mors et Resurrectio": über Tod und Auferstehung
- Gesänge für die Advents- und Weihnachtszeit
- Gesänge für die Osterzeit
- Gesänge für Hochfeste
- Gesänge zur Ehre der Heiligen Dreifaltigkeit
- Gesänge zur Ehre des Heiligen Josefs
- Programme für Gregorianik und Orgel
- Programme für Gregorianik und Chor

 

- Sequenz des Hl. Donatianus

Die Sequenz, entstanden aus der Menge des 'Alleluia-melisme', war im Mittelalter ein allgemeiner Brauch in der Messe. Sie besang das liturgische Geschehen oder das Leben von einem gefeierten Heiligen, bis Papst Pius V diesen Brauch nicht mehr erlaubte.

In unserer Zeit sind nur noch 4 Sequenzen im allgemeinen Gebrauch: Stabat Mater, Lauda Sion, Victimae paschali laudes en Veni Sancte Spiritus.

Zufällig wurde bei den 'Zwarte Zusters' in Brugge ein altes Manuskript aus dem XVen Jahrhundert gefunden. Es handelt sich um die Sequenz "Dies nobis reparatur" wo in 20 Versen die Lebensgeschichte des Hl. Donatianus besungen wird, Patronheilige der Kathedrale, des Bistums und der Stadt Brugge. Die Musik scheint von einem älteren Manuskript aus dem XIIIen Jahrhundert zu datieren. Die Sequenz wirkt als eine Nachahmung der Sequenz vom Fest der Beschneidung: "In excelsis canitur" von Adam, Abt von St.Victor in Paris, durch Dom Guéranger "der grösste liturgische Dichter des Mittelalters" genannt.

Die Schola brachte die erste Wiederaufführung am 24-7-1998 bei einem Auftreten für das Fernsehen VRT 3 und sang diese Sequenz auch am 10-11-1998 bei der Gelegenheit der 'St.Donaas'-Kirchen-Ausstellung in Brugge.

 

 

- Katalonisches Mysterienspiel

Das Mysterienspiel "Die drei Maria's", Manuskript aus dem XIIen Jahrhundert, stammt aus der Kathedrale von Vic, in Katalonien, dicht bei den spanischen Pyrenäen.

Im Drama der drei Maria's wird besungen und dargestellt, das diese das Grab des Herrn aufsuchen und den Leichnam einbalsamieren wollen. Auch zwei Engel und der Gärtner(Christus) kommen dabei vor. Jedoch erscheint zuerst, und das 100 Jahre früher als in nirgendswo in Europa, eine unbiblische Figur: der Kaufmann, eine Person aus dem täglichen Leben, bei der die drei Marias verhandeln und Maria Magdalena einen Goldtaler für den Balsam bezahlen muss.

Die Schola führte dieses Mysterienspiel zum ersten Mal mit Chor und Solisten im "Festival de Arte Sacro" von Madrid am 25-3-2000 auf.